Meine Genesungs-Geschichte

Ich möchte hiermit gerne meine Geschichte teilen.

Zum Mut machen für andere.

Krankheit als Weg zur Seelenreife

2011 hatte ich einen Burnout,
als ich aus der Studiumsstadt mit einer schweren Bronchitis zurück in die Umgebung meiner Eltern zog.

Ursachen

Verlust der großen Liebe

Als ich meine große Liebe habe ziehen lassen,
ohne ein Wort darüber zu sagen, aus Angst meine Gefühle würden nicht erwiedert werden.

Ich merkte, ich war selbst nicht mehr im Gefühl, in meinem Leben. Ich war von mir entfernt. Wie konnte er mich da spüren…
Es wäre das schlimmste für mich und dadurch verlor ich sie und so war es dann noch schlimmer.

Überanstrengung

Ich arbeitete „natürlich“, weil ich etwas geben wollte,
weil ich glaubte ich wäre stark, was ich in diesem Bezug leider nicht war.
Ich überlastete mich, anstatt mich zu erholen.
Zusätzlich überanstrengte ich mich beim reiten und wurde noch kränker.

Eines morgens wachte ich auf und durch eine klitzekleine Bewegung raste mein Puls in die Höhe.
Ich konnte still liegen, das ging, doch eine Bewegung reichte, mochte sie noch so klein sein,
und ich fühlte, dass mein Herz fast explodierte vor Anstrengung.

Diagnose

Es wurden Salmonellen, pfeifferisches Drüsenfieber & eine Myokarditis diagnostiziert.
Meine Leber hatte keine guten Werte und meine Milz war geschwollen.
Ruhe war angesagt. Ich hatte keine Kraft mehr aufzustehen,
geschweige denn mich zu bewegen.
Meine Eltern haben mir geholfen die Treppen hoch zu kommen und dass ich mich waschen konnte.
Ich lag im Krankenhaus und wurde mit einem Rollstuhl umher gefahren.
Innerlich fühlte ich einen riesigen Konflikt von dieser großen Liebe,
die ich spürte und nicht leben konnte und andererseits den äußeren Umständen gerecht zu werden.

Verstanden werden, gesehen werden

Ich fühlte mich krank und sehnte mich nach Heilung, doch mir schien es, nicht ernst genommen zu werden.
Keiner konnte mir wirklich sagen, was nicht mit mir stimmte.

Mir wurden Medikamente verschrieben: Beta Blocker für das Herz & Valium zum schlafen.
Ich konnte nicht mehr schlafen, weil ich Angst hatte. Angst, dass mein Herz stehen bleiben würde.
Ich hatte Angst vor dem Tod. All diese Ängste hielten mich wach. Tagsüber und nachts.
Ich merkte, dass es mir zwar oberflächlich durch die Medikamente besser ging, jedoch nicht tief im inneren,
sondern sogar noch schlechter, weil ich das Gefühl bekam, mir wurde etwas vorgetäuscht.
Ich bekam eine Lösung für mein Symptom, aber nicht für die Ursache. Es löste sich nichts, es änderte sich nichts.
Ich wusste zu der Zeit nicht, ob ich je wieder die Kraft hatte eigenständig zu laufen, geschweige denn zu leben.

Mit der Zeit ging es besser, ich wechselte auf eine Psychosomatische Klinik und merkte,
dass Yoga, Zeichnen und Musik mir viel mehr lagen.
Ich erinnerte mich, dass dies meinem inneren Freude bereitete.

Leben in die eigenen Hände zurück nehmen

Ich wechselte meinen Job in der Hoffnung auf Besserung und gestand meine Liebe.
Die große Liebe antwortete und gab mir eine Chance, doch ich merkte, meine Angst war größer.
Ich genügte mir selbst nicht. Ich hatte Angst meinen Job zu verlieren,
wenn rauskäme, dass ich etwas tue und der Gedanke aufkommt, dass ich für etwas anderes Kraft hätte,
jedoch nicht Zeit zum arbeiten.
Ich blieb bei dem neuen job & wollte eine Fernbeziehung eingehen, doch ich sah es nicht innerlich vor mir,
zuviel lag davor, wie ein Schleier, der sich in mich eingrub.
Und doch fühlte ich diese Liebe, der ich nachkommen wollte, gerecht werden wollte.

Doch ich merkte, dass es eine Lüge mit mir selber war, eine Liebe leben zu wollen,
wenn ich selbst nicht die Liebe in meinem Leben bin, die ich innerlich sein wollte.

Die Lösung ist noch nicht ganz stimmig

Bevor ich die neue Arbeitsstelle antreten konnte,
flog ich ungünstig auf meine rechte Seite bei einem Surfritt auf einer künstlichen Welle in Singapur…
Ich ging trotz enormer Schmerzen zur Arbeit aus Angst, ich würde meinen Job verlieren und keinen neuen finden können.
Auch weil ich davor von Ärzten hörte, ich wäre gesund, auch wenn ich mich nicht so fühlte.
Ich hatte einfach jegliches Vertrauen in Ärzte, Medikamente und die dortige Heilung verloren.
Ich wusste nicht mehr genau, was ich tun sollte.

Dadurch tat mir eines Tages meine rechte Lungenseite so sehr weh,
dass ich kaum mehr atmen, geschweige denn laufen konnte.
Wieder war es meine leibliche Mutter, die mich ins Krankenhaus brachte, gerade rechtzeitig.
Rippenfellentzündung mit Eitereinlagerung…
Ich konnte 2 Jahre lang kaum durch meine rechte Lungenseite atmen,
weil mein Rippenfell vernarbt war und dadurch in der Bewegung eingeschränkt war.

Man könnte sagen: Das Leben ist halt so.
Und ich sage: Nein, das Leben ist nicht so. Das Leben ist so wie ich dem Leben begegne.

Ich entdeckte meinen Weg

Erst als ich mich auf meinen eigenen Weg machte,
konnte ich wieder atmen. Ich konnte wieder Luft aufnehmen. Genügend um loszugehen.
Erst als ich in der besagten Stadt stand, an dem Ort,
wo ich eigentlich hin fahren wollte, bevor ich ins KH kam,
bekam ich wieder Luft in meine rechte Lungenseite.

Mir wurde klar, dass es nur einen Weg gibt,
da heraus zu kommen: nämlich über mich selbst hinaus zu erwachsen.
Ich musste meine eigenen Lösungen finden für mein Leben.
Ich konnte sie nicht in Ärzten finden oder in Medikamenten oder in anderen Menschen,
die mir halfen mit meinem Problem umzugehen.
Ich wollte das Problem lösen und es nicht umgehen.
Also musste ich das Problem angehen.
Es sehen, es umarmen, es lieben lernen, bis es mir die Antwort zuflüsterte.
Bis es mir mit dem tiefsten inneren Impuls in mir zur Bewegung hilft, es anders zu machen, es besser zu machen.
Genau so wie es zu mir passte. Auf meine Art und Weise.

Meinem Potenzial begegnen.

Ich musste mich für mich entscheiden. Für mein eigenes Leben.
Ich musste mich ändern. Mich bessern, meinem Potenzial begegnen.

Also begann ich…
… auf den Markt zu gehen, um die Menschen zu fragen, was sie da verkaufen,
ich einen Bioland Marktverkäufer ins Herz schloss, der mir alles über die Lebensmittel und deren Wirkungen erzählen konnte.
… mir kleine Pausen bei der Arbeit zu gönnen, bewusst frische Luft zu atmen, Spaziergänge zu machen, kleine Übungen am Stuhl zu praktizieren (40 h Woche am Rechner)

… abends eine Entspannungsübung zu machen, anstatt fernseh zu schauen.
… selber zu denken und mir meine eigene Meinung über alles zu bilden und es besonders durch aufschreiben & wiederholen zu festigen.
… Yoga zu machen, als mir meine leibliche Mutter Yoga zum Geburtstag schenkte und ich mich damit zum ersten mal wieder traute selber zu spüren.
… eine halbe Stunde früher aufstand und mir diese Zeit nur für mich schenkte.
… ich mich gegen die Informatik und für den Bio-Hof entschied.
(Weil ich merkte, je mehr ich leisten wollte, desto mehr Druck baute ich auf, jedoch baute sich dieser Druck nicht entsprechend ab und dadurch entstand Stress für mich. Erst die natürliche Form mit der Natur baute diesen Druck natürlich ab, ich begegnete genau dem, was ich brauchte und dadurch fand es Erlösung)
… alle Bücher, die ich auf dem Biohof über Gesundheit finden konnte, zu lesen, um zu begreifen, was es wirklich bedeutet wieder ganzheitlich gesund zu werden. Mir begegnete immer das Modell GEist – Seele – Leib.
… mir der Lebensrythmen des Jahres und meines eigenen Körpers wieder bewusst zu werden.
… tiefer & bewusster zu atmen.
… meinen Körper kennen und deuten zu lernen, um jedes Symptom einen Namen und eine Zuordnung zum Leben zu geben, damit ich dieses wieder ins Leben bringen konnte, es in mir lebendig werden lassen konnte.
(z.B. Das Herz steht für die Lebensfreude, die Leber für die Reinigung und Lebensordnung, usw.)
… Menschen zu treffen, die mir wirklich helfen konnten. Sie konnten mir helfen mich zu befreien.
Aus Zwängen, aus Konditionierungen, aus falschen Angewohnheiten, usw.

Was mir alles klar wurde, meine Erkenntnisse

Ich merkte, dass das Leben seinen eigenen Rythmus hat, den ich erst lerne, wenn ich mich auf das Leben einlasse.

Es gab Tage, an denen bin ich auf den Markt gefahren und wusste nicht, ob mein Herz es standhält.
Das Einzige, was ich tat, es mit meinen Händen zu umarmen,
tief einzuatmen und wohlgeformte Friedensgebete aus meiner Empfindung zu sprechen.

Mir wurde klar, dass mein Leben davon abhing, was ich in das Leben tat, wieviel Leben ich dem Leben gab.
Mir wurde klar, dass meine Angst vor dem Tod dadurch überwunden wurde,
dass ich mich mit dem Tod anfreundete und ihn überwand.
Ich überwand ihn mit dem Leben. Mit dem Willen zum Leben.
Mit dem Willen Ordnung ins Leben zu bringen und mit dem Gefühl mich selbst voll und ganz leben zu wollen.

Krankheit und Heilung

Mir wurde klar, dass Krankheit nicht einfach Krankheit ist und nicht bekämpft wird, sondern angenommen wird.
Sie wird als das genommen, was sie ist.
Als Zeichen neu über sich und das Leben zu denken. Seine Einstellungen zu ordnen.
Denn irgendetwas ist eingedrungen, was nicht mir entspricht.
Dieser Ursache auf den Grund zu gehen ist die Bereinigung der Ursache.
Die Entscheidung, die ich traf, an der Wurzel zu korrigieren und neu zu meistern.
Wie Bäume und Sträucher, die beschnitten werden, wenn sie nicht natürlich gesund gewachsen sind.
Dadurch bilden sich neue Ästelungen.
Die Natur spiegelt uns wieder.

Sich wieder dem Leben zuzuwenden und die Natur als weisen Meister anzuerkennen.
Dessen Rythmen seit Jahrtausenden von Jahren Gesundheit schenkt und Weisheit.
Ein Spaziergang mit tiefen Atemzügen an der frischen Luft schenkt mehr Belebtheit als eine Stunde im geschlossenen Raum.
Ein Gespräch mit einer lieben Person schenkt mehr Klarheit, als mit einer Person, die einen nicht versteht.
Ein tiefer Atemzug mag in einem Augenblick die Fülle des gesamten Lebens den Zellen einhauchen.

Mir wurde klar, dass die Lösungen in mir lagen. Doch nur, wenn ich die Antworten lebte.
Mir wurde klar, dass der Körper einer hohen Intelligenz folgt, in der es Kräfte gibt,
die tiefe Weisheit in sich tragen.

Mein Erbe

Mir wurde klar, dass ich viel mehr leisten konnte und viel mehr Fähigkeiten entfalten konte,
wenn ich das tat, was ich liebte, als wenn ich mich in einer Position in einer Firma unterordnete,
die mir nur zum Teil entsprach.

Mir wurde klar, dass ich nichts von meinen Eltern erbe, sondern, dass mein Erbe bereits in mir angelegt ist.
Und es mich zu den Eltern brachte, bei denen ich war, um die Fähigkeiten zu entfalten, die in mir liegen,
Weil sie ähnlich sind.

Ich traf tatsächlich auch immer mehr Menschen, wo mir dann mit der Zeit immer mehr klar geworden ist,
dass sie eine Eigenart in mir wiederspiegelten, auf dessen Suche ich war.
Ich hatte einen Freund mit 20, in dem ich immer etwas zu finden suchte. Doch ich fand es nicht,
es irritierte mich damals.
Erst vor ein paar Jahren stand ein Mann vor mir, der genau das hatte, wonach ich auf der Suche war.
Er kam tatsächlich aus der gleichen Stadt wie der Freund zuvor. Und diese Stadt erfüllte ein Rätsel für mich.
Es beinhaltete die Lösung, nach der ich so lange suchte.

Ankommen

Ich fand zu Gott, in dem Sinne, als ich erkannte, dass es nur eine Intelligenz gibt,
die größer und mächtiger ist als ich. Und diese Kraft mich durchfährt, in jedem Augenblick meines Lebens.
Und diese Kraft nur wohlgesonnen & gütig für mich ist, doch es in meiner Entscheidung liegt,
ob ich mich ihr zuwende oder nicht. Ob ich leide oder glücklich bin.

Dies alles gab mir die Kraft weiter zu machen. Anzukommen. Dort, wo ich mich fühle. Im Herzen. Mit allem, was ist.

Eines Tages begegnete ich einer Frau. Diese Frau erzählte mir, warum all dies in meinem Leben geschehen ist.
Es machte alles Sinn. In dem Augenblick wusste ich: Das ist meine wahre Herkunft.